Da die Bestsellerlisten derzeit voller Bisse sind, dachte ich, beiß ich doch auch mal. Und zwar in einen Apple. Genauer in einen iPod. Noch genauer in einen iPod Shuffle. Teuer war er, schätzungsweise doppelt so teuer, wie ein Konkurenzprodukt mit größerem Funktionsumfang und Display, vielleicht auch sogar besseren Kopfhörern und auswechselbarem Akku. Aber, kein Grund für Beanstandungen, wir haben keinen Vergleich zu einem Apple-Produkt, da wir hier genau genommen weder von Produkten, noch von Geräten sprechen – das ist uncool und passt ganz und gar nicht. Wir reden lieber von Gadgets, dass trifft es vielleicht besser.
Und dieses besagte Gadget kam in einem Schneewittchensarg zu mir. Sah auch eigentlich ganz toll aus, der Sarg mit dem grauen, kleinen Etwas darinnen, aber man kauft ja keine Geräte, um sie auf dem Schreibtisch als Kunstwerk stehen zu lassen. Man kauft sie um damit zu ’spielen’. Also nahm ich das tolle Ding da raus und schloss es an meinen Rechner an. Blubb, neue Hardware erkannt, blubb iPod, blubb Hardware wurde installiert. Also Arbeitsplatz aufgerufen und nichts gefunden. Super!
Nächster Schritt war dann zu googeln, wie man diesen iPod, ohne das Monster iTunes zu installieren, verwenden kann. Suche zwecklos. Erstmal muss das Teil aus Wechseldatenträger formatiert werden, um dann mit einem kleinen Programm, die Funktion des Drag und Drop Füllens zu ermöglichen. Formatieren geht aber natürlich nur mit iTunes – und ich gebe nach.
Nach der Installation dieser 70Mbyte-großen Software, kann ich endlich den iPod formatieren, dass er so arbeitet, wie alle anderen Geräte out-of-the-box. Stand der Name Apple nicht einstmals für Hardware mit der man einfach und leicht umgehen kann ? Anscheinend ist das nun die Weiterentwicklung.
Weiter gehts nun mit dem Befüllen: Titel per Drag ‘n Drop auf den Wechseldatenträger gespielt und dann das Programm zum Generieren der DB des iPods gestartet. Easy, aber gedenkt man meines Trekstor i.beats, langsam und aufwendig. Nun noch die Docking-Station vom Rechner trennen und Kopfhörer in den Schacht hinein stecken. Immerhin kann ich froh sein, dass der Shuffle keine Sperre für andersfarbige Kopfhörer implementiert bekam.
So, nun den Player eingeschaltet, doch ich sehe wenig, höre noch weniger. Vielleicht liegts an meinen andersfarbigen, dezent schwarzen Kopfhörern mit Aluminium-Finish, wo der aufgedruckte Apfel fehlt? Nein, die Lautstärke wurde herstellerseitig aus Rücksicht auf mein Gehör auf ein nicht wahrnehmbares Minimum inklusive leichtem Grundrauschen reduziert. Jetzt leuchtet mir auch ein, weshalb Künstler Apple bevorzugen! Genau, denn in der Ruhe liegt die Kraft.
Gut, also ich bin kein Künstler und stelle lauter. Was dann aber kommt, lässt mich doch wieder in den Mute-Modus fliehen. Boah, so kraftlos können MP3s doch gar nicht klingen. Equalizer gibts ja leider nicht, ja aber die Musik die da raus kommt, ist auch nicht weiter ihr Geld wert. Erwähnen sollte ich vielleicht, dass ich die weißen Apfel-Logo-Kopfhörer, mit denen sich sehr viele Menschen als Katze-im-Sack-Käufer outen, bewusst unberührt in der Verpackung liegen gelassen habe. Denn Berichten zufolge sind diese Kopfhörer auch kein vor-Freude-an-die-Decke-hüpf-Grund und schon der silberne Kontakt am Ende lässt dies vermuten.
Ein paar Fragen an die Apple-Freunde muss ich aber unbedingt los werden:
- Weshalb kauft ihr euch ein schlechtes Produkt für zu viel Geld, um danach bei Apple lustig und munter kopiergeschützte Musik zu kaufen?
- Warum liebt ihr diesen einen Mann aus Kalifornien und kauft alles, was er für euch in seinen Händen hält, obwohl er es nicht mal für nötig hält, euch in Designer-Klamotten zu begegnen?
- Weshalb stellt ihr euch als innovativ und cool hin, wenn ihr ein Apple-Produkt erworben habt, was sowieso nach Ablauf der Garantie auf dem Müll liegen wird?
Ich denke, weiter muss ich nichts schreiben, als, dass das Gadget seinen Weg zurück in den Sarg antrat. Dass ich nun das edle Gehäuse von Apple bekratzt habe, ist leider nicht mehr abzuwenden und ich kann nur beteuern, dass es mir leid tut. Aber mein Sony ist einfach der bessere MP3-Spieler. Er ist das was ich bin: Like.No.Other! Und der Apple? Der wandert ins Auto, wo er wenigstens noch einen Zweck erfüllt.


blame urself, u lil hypocrite. like u didnt know already their products are pure waste of money. *muhaharrrrrrr*
lol. das ist doch mal wieder typisch. wohlstandsmüll – triffts wie immer gut. wenn du jetzt meine beiden mitbewohner noch davon überzeugen kannst ohne das die weiter brüllen wir sind doch nur neidisch, dann gg.
Ich hab da was ganz tolles gefunden XD: http://www.belcl.at/download/50iphone.pdf ^^