… und man vergisst einfach mal einen Blog zu verfassen. Nachdem ich mich gestern zufällig mal dafür interessiert habe, was die gute fran inzwischen so geschrieben hat, habe ich voll das schlechte Gewissen bekommen, wobei es auch bei ihr recht wenig geworden ist.
Nun gut, getan hat sich bei mir jedenfalls extrem viel seit dem 4. März. Und wie ich einstmals von einem geilen Jahr 2011 träumte, so hat ist es auch nahezu gekommen. Dass ich nicht mehr viel geschrieben habe, bestätigt nur, dass alles andere zu viel Aufmerksamkeit forderte.
Inzwischen wohne ich nämlich nicht mehr in Schmalkalden und habe meine liebe Wohnung mit den zu letzt sehr tollen Mitbewohnern an eine neue Generation Studenten vergeben. Geweint habe ich dabei vermutlich nicht, doch etwas traurig macht es mich hinterher schon, denn 3 Jahre gehen verdammt schnell vorbei. Doch zurückblicken sollte man nur wenns gar nicht anders geht und, um aus Fehlern zu lernen, also fix weiter im Text.
Denn ich bin nicht in Estland, ich arbeite nicht für einen hiesigen amerikanischen Konzern in München und ich bin auch nur noch ein halber, ehrgeiziger Student, denn wider Erwarten wurde ich im Juni diesen Jahres bei einem Vorstellungsgespräch von einem e-Commerce-Unternehmen in Jena ausgewählt, an einem spannenden Thema zu forschen und darüber meine Bachelorarbeit zu schreiben. Da sitze ich nun im 21. Stockwerk und sehe nicht einmal etwas von der Stadt, da der Herbst mit aller Macht Einzug gehalten hat und die Welt draußen gerade in einen weißen Schleier bettet.
Vorher habe ich den bestimmt schönsten Sommer meines Lebens genossen: Ich bin mit einem tollen Mädchen zusammen, war mit ihr ein paar Tage in Wien, fast zwei Wochen in Schweden, auf der Clueso-Tour im April, auf zwei Bosse-Konzerten, auf dem Leipziger Campus-Fest und bei Philip Poisel in der Jenaer Kulturarena. Von den Aktivitäten mit meinen Freunden in Schmalkalden, will ich an dieser Stelle nicht weiter reden, sonst könnte man denken, wir hätte keine Vorlesungen.
Meine Anwesenheit in Jena beschränkt sich weitestgehend auf die Tage Montag bis Freitag, wobei ich mich nebenbei auch in Schmalkalden, Gräfenhain und Suhl aufhalte. Somit gehöre ich inzwischen auch zu den Bahnvielfahrern und nutze meine Thoska mehr als genug.
Ich verspreche auch für die Zukunft Besserung und werde euch öfters über mein Leben in der kleinen Großstadt berichten, bzw. von den Wochenenden etc. Diese große Wortlosigkeit über mehrere Monate sollte endlich aufhören