… Warum verwenden die Nicht-Angelsächsischen Länder eigentlich so gerne so viele anglizistische Wörter? Das will ich einfach nicht verstehen.
ich weiß, ich sollte mich mehr in den Hintern treten, weil ich meinen Blog nicht pflege. Ja, es tut mir auch wirklich leid. Ehrlich.
Aber es ist so, dass ich momentan auch nur wenige wirklich lesenswerte Dinge zu bloggen hätte. Die meisten jedoch verlassen ihren Ursprungsort nicht. Ich vermute, zu wenige würde das wirklich interessieren, zu viele würden das ignorieren.
Bei den heutigen 55,425,123 Wörtern auf wordpress dürfte das nicht weiter verwundern.
So verfasse ich lieber viele Artikel und lasse sie ungelesen wieder verpuffen. Braucht man sich keine Gedanken über den Eingriff in die eigene Privatssphäre zu machen und kann getrost über die Datenkranke Internet lächeln.
Desweiteren habe ich beim Analysieren meines Blogs festgestellt, dass da vieles fehlt, was ich eigentlich an Anspruch habe. Und genau deswegen werde ich meinen Blog auch noch eine Zeit lang nicht mehr berühren.
Aber let’s see again, bis Ende des Quartals werde ich mich dazu bestimmt noch einmal äußern.
Veröffentlicht in daily thoughts | Kommentar schreiben »
Avatar, die Herabkunft, eine gebräuchliche Symbolik von Menschen für ihre virtuelle Existenz. Ein Möchte-Gern-Symbol oder ein So-Seh-Ich-Mich. Jeder kennt es und jeder nutzt es wie selbstverständlich zum Ausschmücken seines Profils.
Avatar ist aber genauso ein Film, der derzeit den Kinos Rekordumsätze beschert. Angelehnt an seine jetzige Bedeutung können die Wissenschaftler im 22. Jahrhundert die menschliche Existenz durch einen Avatar in der Welt fernab vom blauen Planeten simulieren. Einen Klon praktisch, mit dem feinen Unterschied, dass dieser vollkommen funktionsfähig ist und auf Wunsch an eine andere Zivilisation angepasst werden kann. Die Steuerung übernimmt der Avatar-Eigentümer dank seiner Gedanken. Eine parallele Existenz von Avatar und seinem Eigentümer ist nicht möglich.
Auf diese Art und Weise wollen die Amerikaner der Rohstofferschöpfung der Erde entfliehen und die Rohstoffe von Pandora in Geld transferieren. Das Dumme dabei ist nur, dass da die Eingebohrenen Na’vi diese bewohnen. Somit ist der auf der Erde übliche wirtschaftliche Kanibalismus nicht so einfach möglich. Daher werden Avatare der Menschen als Botschafter zu den Na#vi geschickt. Anfangs klappt alles wie erwartet, der Held schafft es, sich zu integrieren, und lernt ein Na’vi zu werden. Doch während des Lernprozesses und der Erforschung der fremden Umgebung, wird diesem immer mehr klar, dass er seinen Auftrag emotional nicht verantworten kann.
Desweiteren verliebt er sich in seine Lehrerin und diese in ihn, doch die traute Romanze wird jäh gestört, als die Investoren des Projekts endlich eine Rendite sehen wollen. Der Held gerät zwischen die Fronten, macht sich die Eingebohrenen zum Feind. Sein Versuch die Na’vi davon zu überzeugen die Rohstoffvorkommen zu verlassen schlägt fehl. Stattdessen planen die Amerikaner nun die militärische Eroberung des Planeten, die auf den ersten Blick als sehr realistisch erscheint. Doch, der Held nun an einem Punkt angekommen, an dem er sich nun gegen die Amerikaner auf Seite der Eingebohreren stellt, plant mit diesen unter anfänglichem Zögern, die Verteidigung.
Ja wer hätte es gedacht, die Na’vi besiegen mit einfachsten Mitteln die High-Tech-Wehrmacht. Emotionalität besiegt die Rationalität. Die Liebe monetäre Interessen. Avatar ist leider nicht der Film, an den man hohe inhaltliche Ansprüche stellen sollte. Alles was hier vorkommt, gab es in irgendeiner Form schon zu vor. Dem Zuschauer wird gezeigt, dass die Investoren die Bösen sind, die Amerikaner, die erfolgreichsten in der Raumfahrt. Die Welt ist nicht so einfach zu erklären.
Ein Veriss? Bei den Besucherzahlen wohl kaum. Aber ich vermute, dass es an der 3D-Visualisierung liegt. Technisch liegt der Film auf der Höhe der Zeit, wenn man das so sagen kann. Die Effekte wirken dank dem Zusammenspiel zwischen Computeranimation und Studiodreh relativ real. Die hohen Produktionskosten sollten daher auch gerechtfertigt sein. Zum ersten Mal kann man einen Film anfassen. Und das lohnt sich definitiv.
Veröffentlicht in daily thoughts | Kommentar schreiben »
Das war es also nun. Das Ende von Muff Potter. 16 Jahre und dann zap -aus und vorbei.
Wirklich schade, dass ich erst so spät auf sie aufmerksam geworden bin. Aber ich war bei der Abschlusskonzert in Leipzig dabei – wenigstens
Das fand am 4. 12. Im Conne Island in Leipzig statt. Eine tolle Location für diese Band. Man muss sich den Ort wie die besetzten Häuser in den vielen größeren Städten vorstellen.
Ein Paradies für Gesellschaftsflüchtlinge, ein Zufluchtsort für junge Menschen. Und absolut nicht Massentauglich. Indie halt.
Aber noch besser war dann doch das Konzert selbst. Muff Potter in ihrem Element. Ein gut gelaunter Nagel, ein Jubiläumskonzert, das zehnte Mal Leipzig. Nagel betohnte daher auch, dass dieses Konzert eine Einmaligkeit sei, was ich dann auch mal stark hoffen möchte.
Abgesehen davon war auch die Set-List hervorragend. Sie spielten alle Jahre des Bandlebens an. Großartige Stücke wie Alles nur geklaut, der Blitzkreditbop, Von Wegen, 22 Gleise etc. versetzten den kleinen Saal zum Kochen. Schade nur, dass als Opener ein „Alles war schön und nichts tat weh“ in ruhig spielten, was ich persönlich am Ende als besser befunden hätte. Aber so einen traurigen Moment, wollten Sie vielleicht auch nicht ans Ende schieben, um nicht die bereits danach aufkommende Stimmung zu verderben.
Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle auch „Ghost of Tom Joad“, die mich allerdings, abgesehen von „Into the Wild“, nicht vom Hocker reißen konnten (Erinnert aber auch schon zu sehr, an bereits Dagewesenes). Englisches Gesinge von Deutschen ist eben nicht so einfach zu akzeptieren.
Letzlich war es ein mit Abständen gutes Konzert
Also eine Träne hinterhergeweint und auf die Reunion gehofft …
Veröffentlicht in trips | Verschlagwortet mit 2009, Konzert, Leipzig, Muff Potter, Musik | Kommentar schreiben »
Was muss man denken, wenn einem der meistgemochteste Mensch auf der Erde, einem eröffnet, dass er einer politischen Ansicht ist, der man bisher eigentlich sehr ablehnend gegenüber stand? Vermutlich dasselbe, was man denkt, wenn der beste Freund/ die beste Freundin einem eröffnet, dass er/sie ‚andersherum‘ ist.
Im ersten Moment fällt die selbsterbaute Idealwelt ein. Bumm. Trümmer. Futsch. Was nu? Oder man schiebt das auf. Ist ja nicht so schlimm. Charakter ist doch ok – und das sollte doch zählen!?!
Später kommen dann aber in beiden Fällen Zweifel an der Correctness des eigenen Handelns. Es wird abgewogen, ein vielleicht könnte man ja, in die Gedanken eingeschoben oder gar ein, hm, vielleicht ist es ja doch gar nicht so schlimm, wie es im ersten Moment erschien.
Irgendwie kommts dabei halt auch auf den eigenen Charakter an und irgendwie sind so scheinbar banale Merkmale (außer die beste Freudin/ der Beste Freund ist in einen verliebt) ja doch nicht wirklich relevant für eine gute Beziehung. Was man dabei aber auf keinen Fall auch nur ansatzweise tun sollte, wäre das Thema auszuschweigen – mitunter bedeutet das so oder so den schleichenden Tot der Freundschaft.
Mein Vorgehen in der zuerst genannten Situation war einfach zu hinterfragen. Warum? Weshalb? Wie bist du dazu gekommen? Was bewegt dich? Dieses Thema fällt einem natürlich auch wieder je nach politischer Ausrichtung mehr oder weniger leicht anzufassen. Aber man sollte es auf keinen Fall nicht tun.
Hinterfragen, und dabei gleichzeitig nicht nur zu hören, sondern eventuell auch konkret gegenwirken, mit Argumenten, die aber auch nun wieder falsch ankommen könnten. Also einen Fuß nach dem Anderen.
Außerdem war meine Grundeinstellung bei dem konkreten Problem von Anfang an: Es ist ein Mensch, wie du und ich. Es ist ein Mensch mit einer politischen Ansicht, die zwar nicht deiner eigenen entspricht, ABER es ist wenigstens überhaupt eine vorhanden. Wenn ich so schon mit dem Menschen bisher gut zurecht gekommen bin, warum sollte ein solcher Makel nun zum Ende von einer vielversprechenden Bindung beitragen?
Ist es das wirklich wert?
Nein. In meinem Fall war es das nicht wert und bereuen kann ich das bis heute nicht. Eher danke ich mir selber für diese Entscheidung, da sich Menschen, die vielleicht meinem Ideal eher entsprachen, sich so langsam aber sicher als das geoutet haben, was sie sind. Eben ein Mensch von den 95% Menschheit, über die man täglich im Straßenverkehr flucht oder die in der Firma als menschliche Statuen in den Büros herumsitzen. (Ok, ist ein Insider. Erklärung unten
)
Ich bin ein Mensch, von dem es viele Milliarden auf der Erde gibt. Aber ich bin ich. Like.No.Other. Klar, wird man denken, ist doch selbstverständlich.
Nein, halte ich dagegen. Es gibt genug Menschen, die nicht like.no.other sind, weil sie falschen Idealen hinterherhetzen. Zu wenig NachDenken und vor allem viel zu wenig hinterfragen. Sie urteilen nicht aufgrund von selbstgemachten Erfahrungen, sondern aus Erfahrungen, die Ihnen die Presse als Standard verkauft, als sogenannte gesellschaftliche Werte. Alles was übern Suppentellerrand hinausschießt, ist verboten, hässlich, zu verachten, abzulehnen. Wer sind sie also? Defintiv nicht like.no.other, sondern eher, das Produkt einer Medienmaschinerie, die wiederum gesteuert wird, von der Ansicht einer Menschengruppe, die wiederum von der Ansicht eines Einzelnen entstand.
Wir machen es uns aber leider oft genug einfach zu einfach.
Daher kann ich jedem der vor einem ähnlichen Problem steht, einfach nur raten, von seinem Weg abzukehren, und die in diesem Text gegebenen Ratschläge evtl. umzusetzen. Wir erreichen nichts durch Ablehnen, wir erreichen viel durch Angehen.
Das heißt nun nicht, dass man Menschen, die radikal ebenso Ideale vertreten, wie man seine eigenen, nun dringend bekehren sollte. NEIN. Das könnte für einen selbst sehr unbequem enden. Aber davon reden wir gerade auch nicht. Wir reden davon, dass wir es mit einer Person zu tun haben, die charakterlich schon zu uns passt, allerdings einen MAKEL hat, der in unserer Kopfwelt nicht so ok ist. Und das gilt es zu überdenken…
Danke für die Aufmerksamkeit =)
Ergänzung: rein statistisch und auf keinerlei Berechnung basierend gibt es eine Statistik, die so viel besagt, wie das 5% der Menschheit unehrlich und falsch ist. Lediglich 5% könnte man zum Gegenteil zählen.
Veröffentlicht in daily thoughts | Verschlagwortet mit 2009, Denken, Freunde, Ideal, Nazi | Kommentar schreiben »
Suche abenteuerlustige Sie, der Spontanität kein Fremdwort und die Weiten des Digitalreceivers nicht die linke Westentasche ist. Musikalisch für alles offen, dabei jedoch stets auf Tiefgründigkeit bedacht, Reisefreudigkeit und ein gewisser Intellekt vorausgesetzt, hast du bereits sehr gute Karten. Bist du außerdem ein Mensch, der Steine aus dem Weg räumt, anstatt drum herum zu laufen und eine schlanke, große Figur hast, freue ich mich dich kennenzulernen XD
Veröffentlicht in 1 | Kommentar schreiben »
…, wo aber auch nichts weiter los war. Schließlich mussten wir auch feststellen, dass trotzdem wir uns in Berlin befanden, der öffentliche Nahverkehr werktags in der Zeit von 2 bis 4 absolute Ruhepause hat. Aber Taxifahrer wollen ja schließlich auch etwas verdienen, oder?
Am nächsten Tag hatten wir uns dann als Ziel gesteckt das KaDeWe und das HardRock Café zu besuchen. Dazu war allerdings auch erstmal eine längere Hinfahrt erforderlich. Im Café angekommen, genossen wir auch erstmal das Rockstarfeeling und smalltalkten mit dem Barkeeper, wie sich herausstellte, sogar ein Original Thüringer – wie klein die Welt doch ist…
Anschließend mussten wir erstmal schön Mittag machen und danach gings dann ins legendäre KaDeWe, was freilich heutzutage nicht mehr wirklich viel von der ehemaligen Bedeutung besitzt, außer, dass es sich um ein teures, exklusives Kaufhaus handelt. Dennoch unterscheidet es sich, ausgenommen der Gourmetabteilung nicht weit von anderen vergleichbaren Einrichtungen, bzw. man bemerkt auch deutlich die Parallelen zur Karstadt.
Ich war dann auch der einzige aus unserer Gruppe, der sich dazu bewegen ließ, etwas zu erstehen.
Abends hieß es für uns dann Studentenparty im Fritz! Club. Mainstream, Elektro und Indie auf drei Floors, das ging ab. War auch ne wirklich gute Location in einem alten Bahnhofsgebäude, und dazu gabs noch ein liebevoll gestaltetes Außengelände.
Da kamen wir dann auch erst so spät weg, dass wir am nächsten Tag zu lange schliefen, als dass wir noch am ‘Geh wählen’ Flashmob, einer von studivz promoteten Aktion teilnehmen konnten. Daher genossen wir noch die wenigen Stunden die uns blieben und nachmittags gings dann heimwärts nach Schmalkalden – von der Skyline zum Bordstein zurück quasi
Veröffentlicht in trips | Verschlagwortet mit 2009, Berlin, Ferien, Studium, Urlaub | Kommentar schreiben »
Was eigentlich während eines feierwütigen Abends in Schmalkalden entstand, wurde am 23. September endlich Wirklichkeit – ein Besuch in der Hauptstadt Deutschlands. Und so fuhren wir an besagtem Mittwoch bei einem Super-Spät-Sommer-Wetter zu fünft von Schmalkalden los.
Die Fahrt hätte dann auch dank Hörbys Kontaktfreudigkeit nicht unterhaltsamer sein können. Doch nach vier Stunden hattten wir auch die hinter uns und standen in unserem Hostel (genannt Ostel) in Friedrichshain.
Überschlagen von all den Sightseeing-Möglichkeiten begaben wir uns erst einmal zum Ausruhen in unser Zimmer, um anschließend um den Block zu ziehen und später am Abend in einer Bar zu landen. Höhepunkt war dann sowieso der mitternächtliche Gang in den legendären ‘Tresor’.
An nächsten Tag gings dann gegen Mittag ab in die Mitte, genauer: zum Alexanderplatz. Dort eröffenete sich uns Provinzlern dann, was wir eigentlich verpassen… Haben wir in Schmalkalden vielleicht den Anspruch ein ordentliches Bekleidungsgeschäft zu betreten, schafft es allein der Alex uns mit ungeahnt vielen Möglichkeiten zu überfordern.
Also erstmal rein zu Starbucks, und die Sonne anschließend auf den Außenplätzen genossen, anschließend weiter, vorbei am Roten Rathaus, in Richtung Berliner Dom und Museumsinsel zum Lustgarten und dann mit dem Bus zum Sony-Center. Dort gabs dann – was für eine Seltenheit – in Mitten der futuristischen Glastürme ein Käffchen bzw. ein Bierchen – je nach dem.
Und dann mussten wir auch unbedingt noch sehen, von wo aus eigentlich unser Land regiert wird, also liefen wir zum Brandburger Tor, vorbei am Holocaust Mahnmal, den ganzen Botschaften, dem Adlon, dem Brandenburger Tor, dem Tiergarten bis zum Reichtstags- Gebäude. Eigentlich wollten wir ja auch mal in die Glaskuppel, doch hatten leider viele andere Touris den selben Gedanken (scheiß Gedankenübertragung) und so vergaßen wir die Pläne schnell wieder und liefen am Kanzleramt vorbei zum nächsten U-Bahnhof, von dem wir weiter zum Hauptbahnhof fuhren.
Auch dieser Bahnhof kann einem schon ganz schön die Sprache verschlagen, was es da alles an Geschäften, Bahnsteigen und –arten gibt. Wahnsinn! ZUm Glück fanden wir dann auch den Zug der uns zum Ostbahnhof mitnahm – S-Bahnen fuhren ja dank den schlampigen Bahnarbeitern nicht.
Und so ging der Tag zu Ende - und die Nacht begann… Diesmal gings mit ein paar Freunden von Jens zu einem Club namens Duncker, also Indie-Musik, kostenloser Eintritt, niedrige Preis. Phil, Hörby und ich gingen dann auch Mitternacht schon, um noch mal über den Alex zu stapfen…
Veröffentlicht in trips | Verschlagwortet mit 2009, Berlin, Ferien, Party, Studium, Urlaub | Kommentar schreiben »
Verloren. Das ist das beste Verb, was meine Sicht der Welt derzeit beschreibt. Ein komisches Gefühl. Ein Gefühl, was mir suggeriert allein auf der Welt zu sein. Allein mit den Menschen um mich drum herum. Keine echte Einsamkeit.
Was dieses Gefühl auslöst, ist das derzeitige Wetter. Nebel, Regen, Grau, Kalt, Dunkel. Der Horizont nicht mehr hunderte von Kilometern entfernt – nein wahrlich nicht. Wenn man Glück hat, sieht man 100 Meter weiter. Das Fenster zur Welt, im Volksmund bekannt als Fernsehen, wirkt unecht. Lachende Gesichter, Sonne, blauer Himmel. Ich kann es nicht sehen… Und das mutet eben so – Verloren- an.
Aber neben der Wetterlage, wird das Gefühl der Einsamkeit noch durch die Schlagzeilen in den Medien verstärkt. Festgefahrene Politik, Firmenpleiten, nationales und internationales an Menschen begangenes Unrecht. Und davon abgesehen, muss man selbst bei den Medien analysieren, was glaubhaft ist und was inszeniert. Oder ist gar alles inszeniert? Ein Mensch wird das nie hinter schauen, dazu ist die Welt zu komplex.
Verloren zu sein ist heute eben nichts besonderes mehr. Das Verloren sein, in Einsamkeit zu ersticken, die einem als gar keine erscheint. Das Internet, die Nervenzelle der Menschen, auch nur ein Medium, um zu vereinsamen. Wir haben Kontakt zu allen und jeden. Die Welt lächelt aus unserer ICQ Liste, aus unserem Facebook Profil entgegen. Wir sind vernetzt. Kommunizieren mit jedem. Und doch sind wir verloren. Verloren an ein Medium, was uns die realen Freunde geraubt hat, was uns Fragen auf alle Antworten liefert, obwohl keine Antwort manchmal der bessere Weg wäre, was uns ungeduldig macht, und uns selbst zu Perfektionisten.
Problematisch ist nur, dass uns der Verlust schon gar nicht mehr so bewusst ist, weil er zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Zu einer Selbstverständlichkeit, die wir nicht nur insgeheim akzeptieren und befolgen, nein, sondern wir vermarkten sie als modern und möchten möglichst alle beeinflussen.
Aber so ist das nun mal. Der Mensch als Herdentier. Bewegt sich als Einheit. Eine Frage bleibt da nur: Wann wird ihm der Verlust bewusst?
Veröffentlicht in daily thoughts | Verschlagwortet mit 2009, schwarze Wolke, Web 2.0 | Kommentar schreiben »
